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Plakat zum Weihnachtsgottesdienst„Überraschung“ – so lautete das ungewöhnliche Motto des diesjährigen Weihnachtsgottesdienstes für die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 8 bis 13. Er fand am letzten Schultag vor den Weihnachtsferien, Mittwoch, 19. Dezember 2007, um 8.15 Uhr in der Neustädter Marienkirche statt.

Wie in den Vorjahren war der Gottesdienst von Schülerinnen und Schülern und Lehrerinnen und Lehrern gemeinsam vorbereitet worden. An der musikalischen Gestaltung beteiligten sich der Bläserkreis, der Oberstufenchor und KMD Ruth M. Seiler. 

Pfarrer Christhard Ebert hielt die Predigt über Gen 18,1–15.

Plakat zum WeihnachtsgottesdienstSchülerinnen und Schüler, Lehrerinnen und Lehrer, Eltern und Gäste ließen sich von diesem etwas anderen Weihnachtsgottesdienst überraschen.

Der Gottesdienst für die Jahrgangsstufen 5 bis 7 fand am Mittwoch, 19. Dezember 2007, um 8.00 Uhr in der Liebfrauenkirche statt.

In beiden Gottesdiensten war die Kollekte wie schon im Sommer für die Unterstützung eines Projekts in Burkina Faso bestimmt. Es wurden 1250,-- Euro zusammengelegt. Über Frau Koch, die sich seit vielen Jahren für diese Arbeit engagiert und auch in diesem Jahr wieder vor Ort war, haben wir einen persönlichen Kontakt nach Burkina Faso in Westafrika, eines der ärmsten Länder der Welt, wo weniger als die Hälfte aller Kinder die Möglichkeit hat, eine Grundschule zu besuchen. Die Analphabetenquote der Frauen liegt bei 85 %.

Vor allem AIDS-Waisen sind vom Schulbesuch ausgeschlossen. Das bedeutet, dass sie auch in Zukunft keine Chance haben, ihre Lebenssituation zu verbessern und die Gründe für Armut und Krankheit zu erkennen. Nur informierte und selbstbewusste Frauen sind in der Lage, sich vor AIDS-Infektionen zu schützen. Darum kann der Schulbesuch über Leben und Tod entscheiden.

Im September dieses Jahres besuchte uns Frau Wenkouni Zidwemba. Sie gehört zu den evangelischen Christen in Burkina Faso, einer kleinen, aber sehr aktive Minderheit, die die Situation erkannt hat. Sie berichtete aus ihrem Land und aus ihrer Arbeit. Durch die Kirche in Koudougou, der drittgrößten Stadt des Landes, erhalten Kinder das Schulgeld (für die Grundschule ca. 25 € pro Jahr, für die Sekundarschule ca. 70 € pro Jahr) und damit die Chance, den Teufelskreis aus Unwissenheit, Krankheit und Armut zu durchbrechen. Außerdem werden von afrikanischen Christen HIV-Infizierte – Frauen, Männer und Kinder – durch regelmäßige Medikamentengaben versorgt, beraten und materiell unterstützt.

Wir wünschen Ihnen gesegnete Weihnachten und ein gutes Jahr 2008!