In Nordrhein-Westfalen wurden in den Sommerferien wieder gleichzeitig 12 Kurse angeboten, einer davon war Nanotechnology (engl.). In Ostbevern im Internat „Die Loburg“ hat sich mein Kurs intensiv damit auseinandergesetzt, wie Atome aussehen. Dazu haben wir ihre Oberflächenstruktur genau untersucht. Aber können wir Atome überhaupt sehen? Mit bloßem Auge bestimmt nicht und auch mit optischen Mikroskopen wird das schwierig. Deshalb haben wir uns mit dem Rasterkraftmikroskop beschäftigt, mit dem es sogar möglich ist, einzelne Atome zu verschieben.
Der Nanotechnologie verdanken wir viel. Den Lotus-Effekt auf Regenjacken anzuwenden, um diese „hydrophob“ zu machen, ist nur durch kleinste Partikel möglich – nur ein Beispiel für den Einfluss von Nanotechnologie in unserem Alltag. Durch sie eröffnen sich neue Möglichkeiten in unterschiedlichen Bereichen, wie der Medizin, Technologie, Biologie und der Chemie. Aber was ist Nanotechnologie genau? Diese Frage hat uns durch die 10 Tage begleitet und wir sind zu folgendem Ergebnis gekommen:
Sie beschäftigt sich mit der Forschung und mit Konstruktionen in sehr kleinen Strukturen, ein Nanometer (nm) entspricht immerhin nur einem millionstel Millimeter und genau in ihrer Größe liegt ihr unschätzbarer Wert. Sie können sich bei gleicher Zusammensetzung völlig anders verhalten als größere Partikel. Nanotechnologie ist nichts anderes als das Verstehen und gezielte Manipulieren kleinster Strukturen und bietet unter anderem die Grundlage für immer kleinere Datenspeicher.
Wir haben darauf hingearbeitet, am Ende der gemeinsamen Zeit unsere Ergebnisse in Form einer Präsentation unseren Eltern und Frau Löhrmann, der Ministerin für Schule und Weiterbildung, zu präsentieren. Naturlich besteht so eine Akademie nicht nur aus Unterricht. Zwischen und nach dem 2,5-Stundenblock am Morgen und den 3,5 Stunden am Nachmittag gab es viele Aktivitäten, die sehr viel Spaß gemacht haben. Ein Chor und ein Orchester wurden angeboten und wer wollte, konnte den anderen Teilnehmern auch etwas beibringen, was er oder sie gut kann, zum Beispiel Chinesisch, English debating, Kryptographie und vieles mehr.
Es hat mir sehr viel Spaß gemacht, an der Akademie teilzunehmen, und ich empfehle es auf jeden Fall weiter. Am Anfang war ich mir nicht so sicher, ob mein Englisch gut genug sein würde. Erstaunlicherweise hatte ich keine Probleme und habe so ziemlich alles verstehen können. Man sollte sich nur vorher darüber im Klaren sein, wie stressig, anstrengend, aber auch unvergesslich schön die Zeit wird. Man hat die Chance, viele neue gute Freunde zu finden.
