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Nützliche Informationen für Eltern neuer Schülerinnen und Schüler

Schulbüro

logoSchülerinnen und Schüler des Ceciliengymnasiums haben seit November 2014 die Möglichkeit, an hochkarätigen Workshops und Schülercamps in den MINT-Fächern – veranstaltet von Mitgliedern des MINT-EC-Netzwerks – teilzunehmen, da das Ceciliengymnasium aufgrund seines ausgeprägten MINT-Profils seit diesem Zeitpunkt offizielles Mitglied im MINT-EC-Netzwerk ist. Ganz aktuell nahm Jana Gietman aus der EF im September 2015 an der „MINT-EC-Akademie CAMMP week" in Aachen teil. Ihre Erfahrungen und Eindrücke schildert sie in folgendem Bericht:

„Vom 6. bis zum 11. September bekam ich die Möglichkeit, an der MINT-EC-Akademie ,CAMMP week' teilzunehmen. CAMMP bedeutet Computational and mathematical modeling program – kurz also Mathematische Modellierung.

Da ich nicht genau wusste, was mich bei dem Thema erwartete, fuhr ich also sehr gespannt und teilweise auch sehr nervös nach Aachen los.

Dort angekommen, traf ich als erstes auf die anderen Teilnehmer, mit denen ich mich auf Anhieb extrem gut verstand. Obwohl ich die Jüngste war, wurde ich von den anderen sofort in die Gruppe integriert und man merkte sofort: Wir haben alle die gleichen Interessen und verstehen uns echt gut. Die Gruppendynamik war also da.

Nachdem wir gegen Mittag alle angekommen waren und in unserem Hostel die Zimmer bezogen hatten, liefen wir auch schon los zur RWTH (Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule) Aachen, wo wir begrüßt wurden und anschließend in unsere vier Arbeitsgruppen für die ganze Woche eingeteilt wurden. Abends lernten wir noch ein wenig die Stadt Aachen kennen.

Am Montagmorgen machten wir uns wieder auf den Weg zur RWTH, wo wir erst einen Vortrag

zum Thema „Was ist mathematische Modellierung?" bekamen. Anschließend kamen vier Vertreter von vier verschiedenen Firmen zu uns, die uns vier verschiedene reale Probleme vorstellten, die wir im Laufe der Woche mithilfe von angewandter Mathematik und mathematischer Modellierung lösen sollten.

Die vier Themen waren folgende:

  1. Bestimmung des komplexen Brechungsindex' mittels Mie-Inversion
  2. Rückschlüsse auf die Faserarchitektur mit Hilfe von Filament- und Fasereigenschaften
  3. Fluoreszenzbestimmung in Organen
  4. Bestimmung der Materialzusammensetzung durch Promt-Gamma-Neutronen-Aktivierungsanalyse

Vier komplexe Themen, unter denen man sich erst einmal überhaupt nichts vorstellen konnte. Wir waren alle, allein schon bei den Fragestellungen, ziemlich überfordert. Meine Arbeitsgruppe wurde dem ersten Thema, der Mie-Inversion zugeordnet. Gestellt wurde uns das Problem vom WSA-Lehrstuhl für Wärme und Stoffübertragung.

Das Mathe-Chaos ...In unserem Projekt ging es grob gesagt um die Streuung von Licht auf Kohlepartikel. Durch diese Methode können Kraftwerke umweltschonender werden. Der komplexe Brechungsindex von Kohle stellt für die Energiegewinnung eine wichtige Eigenschaft da. Um ihn zu berechnen, kann die Mie-Theorie verwendet werden. Unsere genaue Aufgabe war es mithilfe des Programmes MatLab (ein Programm für die Erstellung von Computersimulationen) einen Algorithmus zu schreiben, um mit Hilfe der Mie-Theorie aus gegebenen Messwerten den komplexen Brechungsindex zu berechnen. Klingt erst einmal gar nicht so schwer – doch das war es.

So sahen die Lösungsansätze aus.Außerdem klingt fünf Tage Arbeiten nach viel Zeit, um so ein Problem zu lösen. Jedoch verging auch diese Zeit extrem schnell, da wir erst einmal überhaupt die Mie-Theorie verstehen und zudem ein völlig neues Programm in einer uns unbekannten Programmiersprache verstehen mussten. Eine extrem große Herausforderung auch für die anderen Gruppen – doch wir meisterten sie alle.

Jana Gietmann und ihre Gruppe bei der AbschlusspräsentationAuch wenn es oft zu Verzweiflung und Frustration kam, da die Themen wirklich sehr anspruchsvoll waren und die ein oder andere Nacht auf Grund der Arbeit durchgemacht wurde – es hat sich auf jeden Fall gelohnt und es war ein extrem tolles Gefühl, am Ende der Woche mit einem fertigen Algorithmus, einer Präsentation und einem wissenschaftlichen Bericht vor den Firmen zu stehen und ihnen alle unsere Probleme präsentieren zu können.

Gruppenbild am DreiländereckDurch unsere unterschiedlichen Arbeitsgruppen konnten wir uns gegenseitig helfen, da wir alle unterschiedliche Stärken und Schwächen hatten und so sehr ausgeglichen waren. Neben dem Arbeiten machten wir jedoch auch als Gruppe viel zusammen – wir verbrachten die Abende zusammen und unternahmen am Mittwoch einen Ausflug zum Dreiländereck.

Insgesamt war es eine tolle Woche, in der ich sehr viel gelernt habe, viele neue Erfahrungen gesammelt habe und mit meiner Gruppe das Gefühl hatte, wirklich einen (wenn auch unglaublich kleinen) Beitrag zur Forschung erbracht zu haben. Aber das Wichtigste ist: Ich habe tolle neue Freunde in ganz Deutschland gefunden. Ich kann jedem die MINT-Camps nur empfehlen, und würde das Camp jederzeit wiederholen."

 

Sollten jetzt die eine oder andere Schülerin oder Schüler vom Ceciliengymnasium Gefallen an dieser Art der Spitzenförderung bekommen haben, so empfehlen wir, sich auf der Seite des MINT-EC-Netzwerks zu informieren, evtl. den Newsletter für Schülerinnen und Schüler zu abonnieren und bei Interesse an einer konkreten Veranstaltung rechtzeitig vorm Anmeldetermin mit Frau Löwe, der MINT-EC-Koordinatorin, Kontakt aufzunehmen. Denn die Plätze pro Schule bei den einzelnen Veranstaltungen sind begrenzt und bundesweit schnell vergeben. Eine Anmeldung als Ceci-Schülerin bzw. -Schüler ist nur in Absprache mit Frau Löwe möglich.

Weitere Bilder zu dieser Veranstaltung findet man hier.